Nachträglicher Titelerwerb NTE

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen für den nachträglichen Erwerb des FH-Titels NTE?

Ernährungsberater/innen, welche ihre Ausbildung zu einem früheren Zeitpunkt an einer höheren Fachschule (HF) oder beim SRK absolviert haben und den Fachhochschultitel erlangen möchten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Diplom einer durch das SRK anerkannten Schweizer Schule (Zürich, Bern oder Genf)
  • Anerkannte Berufspraxis von mindestens 2 Jahren seit dem 1. Juni 2001. Vorausgesetzt wird ein Beschäftigungsgrad von mindestens 75%. Bei einem tieferen Beschäftigungsgrad ist eine entsprechend längere Berufspraxis nachzuweisen.
  • Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit. Dieser muss mindestens 200 Lektionen oder 10 Credits (ECTS) umfassen. Wichtig: Wer seine Weiterbildung für den NTE VOR dem 1.1.2013 begonnen hat, muss diese nicht zwingend auf Hochschulstufe absolvieren, sie muss jedoch gleichwertig sein (s. Positivliste).

Die Positivliste enthält die wichtigsten anerkannten Weiterbildungen. Sie ist nicht abschliessend und wird zweimal jährlich aktualisiert.

Vorgehen

Wer alle drei Bedingungen erfüllt, kann sein Gesuch an das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI senden. Alle Informationen und das Gesuchsformular sind dort zu finden. Nach etwas Geduld und der positiven Antwort darf der Titel „Bachelor of Science in Ernährung und Diätetik“ geführt werden.

Das SBFI nimmt Gesuche voraussichtlich bis Ende 2020 entgegen.

Bildungstitel

Für Ernährungsberater/innen, die einen NTE gemacht haben, sind die beiden Titel „dipl. Ernährungsberater/in FH“ oder „BSc in Ernährung und Diätetik“ zulässig (vgl. SBFI). Der SVDE empfiehlt die zulässige Kurzform „BSc“ zu benützen und das „dipl. Ernährungsberater/in FH“ zu ersetzen.