Burnout als Verletzung des narzisstischen Selbst

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Datum/Zeit
21.03.19
9:15 - 18:30

Veranstaltungsort
IKP

SVDE-Punkte
2

Weitere Infos unter:
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Burnout wird auch nach über 40 Jahren immer noch „heiss“ diskutiert. So heisst es: „Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben.“
Es herrscht selbst in der Forschung Uneinigkeit über die Konzeptualisierung und die Faktoren, die zu einem Burnout führen. Lange wurde es primär mit Arbeitsplatzfaktoren in Verbindung gebracht. Studien zeigten jedoch auch, dass Menschen die identischen Arbeitsbedingungen unterschiedlich bewältigen. Die Passung zwischen Persönlichkeit und Umwelt ist ein entscheidender Faktor für die Entstehung eines Burnouts. Nichtsdestotrotz besteht in der Forschung und im medialen Gesellschaftsbild Nachholbedarf zum Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren. Burnout wird vor allem anhand dreier Dimensionen kategorisiert: Emotionale Erschöpfung, Zynismus/Depersonalisation und verminderte persönliche Leistungsfähigkeit. Narzisstische Vulnerabilität ist gekennzeichnet durch Hilflosigkeit, Gefühle der Leere, einem fragilen Selbstwert, Hypersensibilität gegenüber der Bedrohung des Egos, Scham, Angst, interpersonellen Schwierigkeiten, Depressivität und Suizidalität. Die intuitive Überschneidung von Burnout und Narzissmus lässt sich durch den Zusammenhang mit psychologischen Konzepten (Neurotizismus, Selbstwert, Perfektionismus, Typ A-Verhalten) festigen.

Die Fortbildungsveranstaltung bietet die Möglichkeit:

das Konzept Burnout kritisch zu reflektieren,
den Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren, insbesondere dem vulnerablen Narzissmus, zu erarbeiten; dabei wird insbesondere auf das bedrohte Selbst, das klassische narzisstische Selbst, das hypochondrische Selbst und das idealistische Selbst eingegangen, zu diskutieren und zu differenzieren anhand aktueller Forschungsergebnisse: Ist Burnout die Depression der Starken?