EFB 2 Körperbildstörungen des Mannes im Fokus: Muskel- und Fitness-Sucht

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Datum/Zeit
22.03.18
9:15 - 18:30

Veranstaltungsort
IKP Institut für Körperzentrierte Psychotherapie

SVDE-Punkte
2

Weitere Infos unter:
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Mit Essstörungen werden heute nach wie vor in erster Linie Frauen assoziiert. Die weibliche
Körperoptik unterliegt schon seit über hundert Jahren einer starken gesellschaftlichen Erwartung. Die Optik des Mannes steht schätzungsweise seit den 1980er Jahren genauso unter Druck. Während bei Frauen bis heute eher Dünn-Sein im Fokus liegt, nimmt es bei den Männern eher Züge in Richtung Muskelmasse und Körperfettanteil an. Daraus erwächst ein neues Phänomen, das in seiner pathologischen Form als Muskel-Dysmorphie, oder im gängigen Sprachgebrauch als Muskel- und Fitness-Sucht bezeichnet wird.

Die Grenzziehung von gesund zu ungesund im Bereich der Fitness- und Muskelsucht ist
schwierig. Ziel des Kurses ist es, dass Sie eine umfassende Beschreibung des Begriffs Muskel und Fitness-Sucht erhalten. Dabei geht es nicht nur um die pathologische Muscle-Dysmorphie, sondern auch um eine umfassende Betrachtung des gesellschaftlichen Phänomens des heutigen Fitness-Lifestyles. Ebenfalls werden die Themen Medikamentenmissbrauch (Anabolika, Wachstumshormone etc.), Essstörungen und Homosexualität sowie das allgemeine Verständnis des männlichen Körperbildes bearbeitet. Wo immer möglich, wird das vermittelte Wissen mit Studien unterlegt, um Ihnen zusätzliche Sicherheit in der Auseinandersetzung mit dem Thema und möglicherweise auch mit Klienten zu geben. Gerade im Bereich der Fitnessszene, aber auch in Bezug auf den Begriff Muskel- und Fitnesssucht, sind wir oft mit Halbwissen und Polemik konfrontiert. Zudem wollen wir psychologische Motivstrukturen für gesundes und rigides Krafttraining erarbeiten, um ein besseres Verständnis für Betroffene mit Muscle Dysmorphia zu erlangen. In einem Selbsterfahrungsteil wird die individuelle Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper bewusstgemacht und so eine zusätzliche Beratungskompetenz bei den oft sehr
körperbildbezogenen Essstörungen geschaffen.