KFB 2 Autismus – Spektrum – Störungen

Lade Karte ...

Datum/Zeit
09.03.18
9:15

Veranstaltungsort
IKP

SVDE-Punkte
2

Weitere Infos unter:
Link


Autismus-Spektrum-Störungen wie das Asperger-Syndrom rücken zunehmend ins Bewusstsein therapeutischer Fachpersonen. Es besteht der Eindruck, dass sie immer häufiger diagnostiziert werden; oft ist die Rede von einer „Modediagnose“.
Ausgehend von der Annahme, dass auch in der Schweizer Bevölkerung ca. 1 % mit dem
Autismus-Spektrum in Verbindung steht, wird kontrovers diskutiert, ob es sich um eine Störung oder um eine Veranlagung im Sinne einer Normvariante handelt. Insbesondere betroffene Menschen mit normaler, oft überdurchschnittlicher Intelligenz erscheinen auf den ersten Blick oft unbeeinträchtigt. Gleichzeitig stehen sie in Ausbildung, Beruf und Familie oft unüberwindbaren Hindernissen gegenüber.
Der Verdacht einer autistischen Veranlagung resp. Störung, historisch Domäne der Kinder- und Jugendpsychiatrie, kommt mitunter erst im Erwachsenenalter auf und verunsichert die mutmasslich
Betroffenen wie auch Angehörige und Fachpersonen. Der autistische Denk- und Wahrnehmungsstil
prägt die sozialen Interaktionen, die Kommunikation, und ist häufig verbunden mit bestimmten
Interessen und Routinen. Hinzu kommen oft Begleitsymptome wie u. a. Schlafstörungen und
Depressivität bis hin zu selbstschädigendem und auch aggressivem Verhalten.
Ziel ist es, einen Überblick über das Autismus-Spektrum bei Erwachsenen, insbesondere
hochfunktionale Ausprägungen wie u. a. das Asperger-Syndrom, zu vermitteln. Zudem geht es
darum, für Merkmale und Besonderheiten der typischerweise seit frühem Kindesalter bestehenden Beeinträchtigung sensibilisiert zu werden sowie Abgrenzungskriterien und Interventionen kennenzulernen. Dies soll den Umgang mit Betroffenen wie auch die Entscheidung erleichtern, wann eine diagnostische Abklärung sinnvoll ist.