Recall-Change – Veränderungsarbeit im Sinne von: „Gefühle sind die Wächter der Erinnerung“

Lade Karte ...

Datum/Zeit
12.11.16
9:15 - 18:30

Veranstaltungsort
IKP Zürich

SVDE-Punkte
2

Weitere Infos unter:
Link


Die moderne Hirnforschung weist mit ihren aufwändigen Forschungsmethoden heute nach, was Körpertherapeuten und -therapeutinnen aus langjähriger Erfahrung selbstverständlich ist: Erinnerungen und Emotionen als zentrale Steuerungsgrössen für unser Verhalten, unsere Motive und Gedanken sind inkorporiert, „embodied“.

Erinnerungen bestimmen nicht nur, wie wir Dinge angehen, sondern auch die Art und Weise, wie wir von Anderen gesehen werden möchten und wie wir uns selbst sehen: Wir nennen es Persönlichkeit, Identität oder Selbstbild.

Die Bearbeitung seelischer Störungen bedeutet in allen Therapieansätzen letztlich eine Veränderung von Gedächtnisinhalten. Sie benutzen allerdings verschiedene Wege zum Ziel: Einsichtsarbeit, Katharsis, Verhaltensmodifikation, Dekonstruktion, Reframing etc. Viele Therapieschulen übersehen allerdings, dass alle diese Prozesse inkorporiert sind. Nachhaltige Veränderungsarbeit am Gedächtnis bedeutet daher auch immer „Körperarbeit“. Im Ansatz der Körperzentrierten Psychotherapie wurde für diese Veränderungsprozesse ein sehr effektives Modell beschrieben: der Recall-Change-Prozess.

Dr. Yvonne Maurer entwickelte diese Methode, um Gedächtnisinhalte aufrufen (evozieren) und psychotherapeutisch bearbeiten zu können.

Therapieprozesse beginnen und enden „am eigenen Leib“, d. h. in diesem Prozess sind neben kortikalen (Einsicht) auch limbische (Emotionen), vor allem sensu-motorische (Empfindungen, somatische Marker) neuronale Netzwerke involviert.

So entsteht im ganzheitlichen Ansatz jene Nachhaltigkeit, welche die blockierten Ressourcen und Kraftquellen wieder vital verfügbar werden lässt.

Im Seminar wird die Bedeutung und Funktionsweise der verschiedenen Gedächtnisspeicher und die Bearbeitungsmöglichkeiten der Inhalte im Recall Change-Prozess vermittelt.